FTIR/RAMAN

FTIR- und Raman- Spektroskopie

Die Infrarot-Spektroskopien werden überwiegend in der Strukturaufklärung und zur Identifizierung unbekannter Substanzen eingesetzt. Die beiden Verfahren FTIR (FourierTransform InfraRot-) und Raman- Spektroskopie ergänzen sich dabei gegenseitig. Materialien, die u. U. im IR-Spektrum nicht oder nur schwer messbar sind, lassen sich oft im Raman-Spektrum nachweisen und umgekehrt.

Bei der FTIR-Spektroskopie wird die zu untersuchende Probe breitbandig mit Infrarotstrahlung (Wellenlänge: 2µm bis 50µm) durchstrahlt und die Absorbtion gemessen. Bei IR- undurchlässigen Proben wird die zu untersuchende Substanz auf einen ATR-Zusatz (Attenuated-Total-Reflection) aufgebracht und in Reflexion gemessen.

Die transmittierte oder reflektierte Strahlung wird mit einem Interferometer analysiert und aus dem so erhaltenen Interferogramm mittels Fouriertransformation das IR-Spektrum errechnet.

Bei der Ramanspektroskopie wird die Probe mit einem intensiven Laserstrahl im sichtbaren Spektralbereich durchleuchtet und die gestreute Lichtintensität gemessen. Im gestreuten Licht finden sich u. a. auch inelastische Anteile bei höherer und niedrigerer Wellenlänge (Stokes-Linien). Diese Anteile sind materialspezifisch und werden mit einem Spektrometer zur Auswertung herangezogen. Bei teiltransparenten Proben lassen sich bei Einsatz einer konfokalen Messanordnung auch Tiefenprofilierungen realisieren.

Beide Methoden erlauben die Charakterisierung von biologischen, chemischen und pharmazeutischen Proben. Ferner werden sie zur chemischen und physikalischen Charakterisierung von Halbleitern, Katalysatoren, Mineralien, Polymeren und vielen anderen Materialien erfolgreich eingesetzt.

Die Identifizierung von unbekannten Substanzen geschieht durch Vergleich mit Referenzmaterialien oder einer Spektrenbibliothek. Die quantitative Analyse erfolgt durch die Auswertung der Bandenintensitäten des entsprechenden IR-Spektums.

Besondere Vorteile:

  • Verfahren für schnelle Routineuntersuchungen
  • Umgebungsbedingungen (kein Vakuum erforderlich)

  • Laterale Auflösung: 0,1 –1 mm (FTIR) | 1,5 µm (Raman) | 10 µm (FTIR-Mikroskopie)
  • Informationstiefe: ca. 0,1 - 3 µm (FTIR) | 1,5 µm (Raman)
  • nachweisbare Elemente: molekulare Gruppen
  • Nachweisgrenze: ca. 0,1 - 1%
  • Quantifizierung: mit Standards

Anwendung:

  • Strukturbestimmung organischer Verbindungen
  • Identifizierung unbekannter organischer Substanzen
  • Kontaminationsanalyse

Probenmaterial:

  • organisch und anorganisch
  • fest und flüssig
  • pulverförmig
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Entwicklungsbegleitende Analytik

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Werkstoff- und Materialanalysen

3

Fehler- und Schadensfälle

4

Qualitätskontrollen

5

Oberflächen- und Grenzflächenanalysen

6

Mikrobereichsanalysen

7

Untersuchung von Beschichtungen

8

Analyse von Schichtsystemen

  • Das machen wir

    Das Verbundzentrum für Oberflächen- und Mikrobereichsanalysen (VOM) in Münster ist Ihr Ansprechpartner für die Bereiche Physik, Chemie, Medizin und Biowissenschaften.

    Wir lösen Problemstellungen aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Industrie.

     

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